Spanien wurde innerhalb kurzer Zeit von zehn schweren Stürmen mit erheblichen Auswirkungen heimgesucht. Es handelt sich um die Stürme Francis, Goretti, Harry, Ingrid, Joseph, Kristin, Leonardo, Marta, Nils und Oriana. Laut Meteorologen ist eine so lange Reihe von benannten Stürmen außergewöhnlich und mit früheren Jahren kaum zu vergleichen.
Die aufeinanderfolgenden Stürme brachten viel Regen, starken Wind und in einigen Gebieten Schnee. Vor allem im Norden und in der Mitte des Landes führte dies zu Überschwemmungen, gesperrten Straßen und Schäden an Häusern und Infrastruktur. Flüsse traten über ihre Ufer und einige Regionen mussten in kurzer Zeit enorme Niederschlagsmengen bewältigen.
Was diesen Zeitraum besonders auffällig macht, ist, dass nach diesen zehn Stürmen ein außergewöhnliches atmosphärisches Phänomen auftrat. Laut Meteorologen entstand eine seltene Situation in der Atmosphäre, die zu einer plötzlichen und deutlichen Wetteränderung führte. Viele Experten geben an, dass sie sich an keine vergleichbare Kombination erinnern können.
Nach Wochen stürmischen Wetters bildete sich über Spanien ein starkes Hochdruckgebiet. Dadurch wurde das Wetter plötzlich viel stabiler und trockener. Der Übergang von extrem nassem und windigem zu ruhigem und sonnigerem Wetter verlief bemerkenswert schnell. Gerade dieser abrupte Wandel macht diese Situation laut Experten so besonders.
Die Namen der Stürme werden nicht zufällig gewählt. Der spanische Wetterdienst veröffentlicht jedes Jahr im September die offizielle Liste mit den Namen, die für Stürme mit großer Auswirkung in der neuen Saison verwendet werden. Sobald ein Sturm bestimmte Kriterien erfüllt, erhält er den nächsten Namen auf der Liste. Auf diese Weise wird die Kommunikation über gefährliches Wetter für die Bevölkerung klarer.
Das Wetter in Spanien hängt stark davon ab, wo man sich befindet. Nicht jede Region, Provinz oder Stadt hat die gleichen Wetterbedingungen. Spanien ist ein großes Land mit deutlichen meteorologischen Unterschieden zwischen Nord und Süd sowie zwischen West und Ost. Auch auf den Inseln kann das Wetter ganz anders sein als auf dem Festland. Daher ist es ratsam, immer die regionalen oder lokalen Wettervorhersagen im Auge zu behalten.
Quelle: Agenturen




